Elektromobilität und ihre Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette in
Baden-Württemberg
Im Rahmen des BMBF-Projektes Kompetenz + Innovation, das bei der
IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg angesiedelt ist, wird
eine Voruntersuchung zu einem größeren Forschungsvorhaben
durchgeführt.

Ziel dieser Untersuchung ist es, Ansatzpunkte und Reichweiten von
Informationsquellen zur Abschätzung der Auswirkungen auf die gesamte
automobile Prozesskette in Baden-Württemberg zu identifizieren, die
mit der Einführung von rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen
verbunden sein könnten. Dies betrifft vor allem Zulieferer, die
bislang stark auf Komponenten und Systeme für Verbrennungsmotoren
spezialisiert sind. Mit neuen Antriebskonzepten, die elektrische
Antriebselemente beinhalten, sind für diese Zulieferer Risiken
verbunden.
Welche Handlungsmöglichkeiten haben, welche vorausschauenden
Maßnahmen sind ergriffen und wie weit wurde von den Unternehmen die
Beschäftigungsperspektive (insb. im Hinblick auf neue
Qualifikationsanforderungen) mit einbezogen.
Diese Voruntersuchung wird von IMU-Institut Stuttgart (Jürgen
Dispan) und FAST e.V. Berlin (Dr. H.-R. Meißner) gemeinsam
durchgeführt.
Der Untersuchungsansatz schließt an vorherige Projekte an:
die beide am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
durchgeführt wurden.
Laufzeit: 01.11.2009 - 31.03.2010
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SYSCOM - Systematische Kompetenzerfassung in Sozialen
Integrationsbetrieben
Die EU hat den Europäischen Qualifikationsrahmen (EQF - European
qualifications framework) 2008 verabschiedet und legte damit den
Grundstein zur Vergleichbarkeit von Qualifikationen, zur Förderung
der Mobilität der Arbeitskräfte in Europa sowie zur 'einheitlichen'
Systematik zur Feststellung von Fähigkeiten und Kompetenzen.
Problemhintergrund: Der
Kenntnisstand zum EQF und zur Entwicklung von nationalen
Qualifikationsrahmen (NQFs) kann bezogen auf Soziale
Integrationsbetriebe (SIE – Social Integration Enterprises) als eher
gering beschrieben werden. Der Konsultationsprozess zum EQF ist
abgeschlossen und die Diskussionen zur Entwicklung von NQF sowie die
Arbeit an NQF haben begonnen, bis zur Vorlage konsensualer
nationaler Ergebnisse ist ein längerer Arbeitsprozess erforderlich.
Für SIE besteht die Anforderung auch zukünftig ihrem
Integrationsauftrag qualifiativ nachzukommen. Um einen nahtlosen
Übergang in der Qualifizierung der Betriebe unter Bedingungen von
NQF zu gewährleisten, ist es nochtwendig, dass sich die Betriebe
jetzt auf Kompetenzerfassung und kompetenzorientierte Systeme ein-
und umstellen und sich über EQF und geplante NQF informieren.
FAST e.V. ist mit Dr. Heike Schimkat, Angelika Bühler und Dr.
Heinz-Rudolf Meißner als Projektpartner an diesem europäischen
Projekt mit Partnern aus Belgien, Frankreich, Österreich und Polen
beteiligt und begleitet das Projekt wissenschaftlich (Konzeption von
Betriebsbefragungen) und evaluiert es intern.
Die bag arbeit e.V., Berlin als Dachverband der
bundesrepublikanischen Beschäftigungsbetriebe, hat die Federführung
dieses Projektes übernommen, das im Rahmen des Programms
Lebenslanges Lernen der EU finanziell gefördert wird.

Laufzeit: 01.01.2009 bis 31.12.2010
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Forschungsvorhaben "Innovationsdynamiken
und Muster der Arbeitsteilung in heterogen zusammengesetzten
Produktbereichen der Automobilindustrie“
Das Forschungsvorhaben wird am Wissenschaftzentrum für Berlin in
der Forschungsgruppe "Wissen, Produktionssystem und Arbeit" unter
der Leitung von Prof. Dr. U. Jürgens von Dr. A. Blöcker und Dr. H.-R.
Meißner durchgeführt. Es wird von der Hans-Böckler-Stiftung
finanziell gefördert.

Vor dem Hintergrund einer intensiv geführten Debatte um die
Zukunft der Industriearbeit und des Industriestandortes Deutschland, um
Umbrüche und Turbulenzen in der Automobilindustrie werden wir
Reorganisations- und Internationalisierungsverläufe untersuchen. Der
besondere Forschungsansatz besteht darin, dass wir die in der
Wissenschaft und Praxis in der Regel vorgenommene Gegenüberstellung
von 'Low-Tech' und 'High-Tech', im Sinne von einfachen, wenig
komplexen Produkten und Produktionsverfahren, mit standardisierter
und gering qualifizierter Arbeit in Verbindung stehenden Bereichen
auf der einen und komplexen und wissensbasierten Produkten mit
hochqualifizierter Arbeit auf der anderen Seite, in Frage stellen.
Das hat wichtige Konsequenzen für die Einschätzung der zukünftigen
Muster territorialer und organisationaler Arbeitsteilung.
In dem Projekt werden Produktbereiche in den Vordergrund
gestellt, die jeweils entweder als High- oder als Low-Tech gelten
und es wird untersuchen, wo und wie einerseits 'High-Tech' in den 'Low-Tech'
und andererseits 'Low-Tech' in den 'High-Tech' Produktbereich
gelangt. Wir nehmen an, dass wegen der Vermengung von High- und
Low-Tech in den gewählten Produktbereichen andere, bisher kaum
untersuchte Muster der Arbeitsteilung vorherrschen. Besondere
Aufmerksamkeit wird dem Zusammenhang zwischen der
Internationalisierung der Produktion und der Internationalisierung
von F&E gewidmet. Als exemplarische Untersuchungsfelder sind für den
'Low-Tech' Bereich Autositze, für den 'High-Tech' Bereich
CarInfotainment/Navigationssysteme vorgesehen, die jeweils im
Kontext übergreifender Innovationsdynamiken (Komfort, Sicherheit,
Umwelt, Energie) stehen.
Projektlaufzeit: 01.01.2009 bis 30.09.2010
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