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Stand: 13.12.2009


 


Elektromobilität und ihre Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette in Baden-Württemberg

Im Rahmen des BMBF-Projektes Kompetenz + Innovation, das bei der IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg angesiedelt ist, wird eine Voruntersuchung zu einem größeren Forschungsvorhaben durchgeführt.

Ziel dieser Untersuchung ist es, Ansatzpunkte und Reichweiten von Informationsquellen zur Abschätzung der Auswirkungen auf die gesamte automobile Prozesskette in Baden-Württemberg zu identifizieren, die mit der Einführung von rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen verbunden sein könnten. Dies betrifft vor allem Zulieferer, die bislang stark auf Komponenten und Systeme für Verbrennungsmotoren spezialisiert sind. Mit neuen Antriebskonzepten, die elektrische Antriebselemente beinhalten, sind für diese Zulieferer Risiken verbunden.

Welche Handlungsmöglichkeiten haben, welche vorausschauenden Maßnahmen sind ergriffen und wie weit wurde von den Unternehmen die Beschäftigungsperspektive (insb. im Hinblick auf neue Qualifikationsanforderungen) mit einbezogen.

Diese Voruntersuchung wird von IMU-Institut Stuttgart (Jürgen Dispan) und FAST e.V. Berlin (Dr. H.-R. Meißner) gemeinsam durchgeführt.

Der Untersuchungsansatz schließt an vorherige Projekte an:

die beide am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung durchgeführt wurden.

Laufzeit: 01.11.2009 - 31.03.2010


SYSCOM - Systematische Kompetenzerfassung in Sozialen Integrationsbetrieben

Die EU hat den Europäischen Qualifikationsrahmen (EQF - European qualifications framework) 2008 verabschiedet und legte damit den Grundstein zur Vergleichbarkeit von Qualifikationen, zur Förderung der Mobilität der Arbeitskräfte in Europa sowie zur 'einheitlichen' Systematik zur Feststellung von Fähigkeiten und Kompetenzen.

Problemhintergrund: Der Kenntnisstand zum EQF und zur Entwicklung von nationalen Qualifikationsrahmen (NQFs) kann bezogen auf Soziale Integrationsbetriebe (SIE – Social Integration Enterprises) als eher gering beschrieben werden. Der Konsultationsprozess zum EQF ist abgeschlossen und die Diskussionen zur Entwicklung von NQF sowie die Arbeit an NQF haben begonnen, bis zur Vorlage konsensualer nationaler Ergebnisse ist ein längerer Arbeitsprozess erforderlich. Für SIE besteht die Anforderung auch zukünftig ihrem Integrationsauftrag qualifiativ nachzukommen. Um einen nahtlosen Übergang in der Qualifizierung der Betriebe unter Bedingungen von NQF zu gewährleisten, ist es nochtwendig, dass sich die Betriebe jetzt auf Kompetenzerfassung und kompetenzorientierte Systeme ein- und umstellen und sich über EQF und geplante NQF informieren.

FAST e.V. ist mit Dr. Heike Schimkat, Angelika Bühler und Dr. Heinz-Rudolf Meißner als Projektpartner an diesem europäischen Projekt mit Partnern aus Belgien, Frankreich, Österreich und Polen beteiligt und begleitet das Projekt wissenschaftlich (Konzeption von Betriebsbefragungen) und evaluiert es intern.

Die bag arbeit e.V., Berlin als Dachverband der bundesrepublikanischen Beschäftigungsbetriebe, hat die Federführung dieses Projektes übernommen, das im Rahmen des Programms Lebenslanges Lernen der EU finanziell gefördert wird.

Laufzeit: 01.01.2009 bis 31.12.2010


Forschungsvorhaben "Innovationsdynamiken und Muster der Arbeitsteilung in heterogen zusammengesetzten Produktbereichen der Automobilindustrie“  

Das Forschungsvorhaben wird am Wissenschaftzentrum für Berlin in der Forschungsgruppe "Wissen, Produktionssystem und Arbeit" unter der Leitung von Prof. Dr. U. Jürgens von Dr. A. Blöcker und Dr. H.-R. Meißner durchgeführt. Es wird von der Hans-Böckler-Stiftung finanziell gefördert.

Vor dem Hintergrund einer intensiv geführten Debatte um die Zukunft der Industriearbeit und des Industriestandortes Deutschland, um Umbrüche und Turbulenzen in der Automobilindustrie werden wir Reorganisations- und Internationalisierungsverläufe untersuchen. Der besondere Forschungsansatz besteht darin, dass wir die in der Wissenschaft und Praxis in der Regel vorgenommene Gegenüberstellung von 'Low-Tech' und 'High-Tech', im Sinne von einfachen, wenig komplexen Produkten und Produktionsverfahren, mit standardisierter und gering qualifizierter Arbeit in Verbindung stehenden Bereichen auf der einen und komplexen und wissensbasierten Produkten mit hochqualifizierter Arbeit auf der anderen Seite, in Frage stellen. Das hat wichtige Konsequenzen für die Einschätzung der zukünftigen Muster territorialer und organisationaler Arbeitsteilung.

In dem Projekt werden Produktbereiche in den Vordergrund gestellt, die jeweils entweder als High- oder als Low-Tech gelten und es wird untersuchen, wo und wie einerseits 'High-Tech' in den 'Low-Tech' und andererseits 'Low-Tech' in den 'High-Tech' Produktbereich gelangt. Wir nehmen an, dass wegen der Vermengung von High- und Low-Tech in den gewählten Produktbereichen andere, bisher kaum untersuchte Muster der Arbeitsteilung vorherrschen. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Zusammenhang zwischen der Internationalisierung der Produktion und der Internationalisierung von F&E gewidmet. Als exemplarische Untersuchungsfelder sind für den 'Low-Tech' Bereich Autositze, für den 'High-Tech' Bereich CarInfotainment/Navigationssysteme vorgesehen, die jeweils im Kontext übergreifender Innovationsdynamiken (Komfort, Sicherheit, Umwelt, Energie) stehen.

Projektlaufzeit: 01.01.2009 bis 30.09.2010